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Schadstoffe in Containern

Etwa 20 Prozent aller importierten Container sind mit Schadstoffen in erheblichen Konzentrationen in der Containerluft belastet. Dies sind Erfahrungen aus der Zollabfertigung und aus wissenschaftlichen Messungen. Container enthalten nicht nur Gefahrgut, sondern Ladungsinhalte aller Art. So auch Palettenhölzer, Stauhölzer und Verpackungsmaterial. Ladungsinhalte werden oft zum Schutz vor Schädlingen begast, ihre Waren gasen aus dem Herstellungsprozess noch nach oder werden nachträglich chemisch behandelt, um Korrosion oder Schimmelpilzbefall zu verhindern.

Illustration Gefahrenzeichen

Formelzeichen

Beim Betreten von begasten Containern oder Importcontainern, ohne ausreichende vorherige Lüftung, können Personen (Zollbeamte, Entladepersonal, Quarantäneinspektoren etc.) gefährdet sein. Denn oft enthalten die Frachtcontainer aus Übersee (Thailand, Philippinen, China, Taiwan, Indonesien etc.) Begasungsmittel-Reste (sehr oft Methylbromid/Brommethan) und Industriechemikalien (VOC, SVOC) in Konzentrationen, die die jeweiligen Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) oftmals deutlich überschreiten. Besonders gefährlich ist Benzol.

Entladen eines Containers

Lagerraum

Diese Gaskonzentrationen stellen bei einmaliger oder besonders bei mehrmaliger Aufnahme eine akute Gesundheitsgefährdung dar.
Beim

  • Öffnen
  • Inspizieren
  • Begehen oder 
  • Entladen 
begaster Transporteinheiten können deshalb Gesundheitsgefährdungen für Ihre Mitarbeiter oder auch für Dritte (Zollbeamte, Quarantäneinspektoren etc.) resultieren. Oftmals fehlen auch die Kennzeichnungen begaster Container als Gefahrguttransport oder die durchgeführte Begasung ist in den Transportunterlagen nicht aufgeführt. Dies ist eine große Gefahr. Die Öffnung der Container erfolgt dann ahnungslos und ohne Schutzausrüstung. Vergiftungsfälle sind nicht selten und deshalb arbeitsschutzrechtlich beschrieben und dokumentiert.